Podcast #2 – Loving Kindness Meditation, Psyche & Politik

Johannes Graser arbeitet als Psychotherapeut und Dozent an der Uni Witten. Er hat für seine Doktorarbeit die Wirksamkeit der “Compassion and Loving Kindness Meditation” untersucht. Und weil da einige zentrale Ideen der Gutmenschlichkeit berührt werden, habe ich mich mit ihm darüber unterhalten. Wir reden über einige der Basics bei Meditation, relevante Begriffe im Zusammenhang von Psyche und politischen Phänomenen und grundsätzliche Therapieformen, den Unterschied zwischen sinnvoller Rücksicht auf sich selbst und die Mitmenschen und neoliberaler Selbstoptimierung. Mitgefühl, Wahrnehmung, Motivation sind alles gern auch mal verlachte oder auch für höchst zweifelhafte Zwecke eingebundene Konzepte, die aber auch gutmenschlich genutzt werden können. Der Rechtsruck, Angstreaktionen und Prozesse der Entmenschlichung von Gruppen: Wie gehen wir nicht kaputt dabei, die Welt zu einem besseren Ort für alle zu machen?

Den am Anfang genannten Artikel der Bloggerin habe ich bisher noch nicht wieder gefunden. Falls ihr ihn kennt, schickt doch mal bitte einen Link!

2 Comments

  • Antworten September 4, 2019

    Jessica

    Super dupa, war sehr angenehm euren Stimmen zu lauschen! Ich hab da mal eine Frage, zu den 8000 Hits, aus welchen Ländern stammen die Forschungsarbeiten vornehmlich? Südostasien? Unter welcher Motivation sind diese durchgeführt worden? und wo würdest du die Vipassana Meditation eingliedern? Ich selbst habe zwei mal einen 10tägigen Vipassana Kurs absolviert und bin begeistert von den Auswirkungen, die die Meditation auf mich hatte. Spannend wäre für mich auch zu erfahren, ob du selber auch schon einen Meditationsmarathon absolviert hast? Und welche Belegbaren Auswirkungen dies auf die kognitiven Leistungen hat?

    Ich freu mich auf deine Antwort!

    Viele Grüße aus dem Ruhrgebiet,

    Die Jessi

  • Antworten November 6, 2019

    Johannes Graser

    Liebe Jessica,

    freut mich, dass Dir der Podcast gefallen hat! Zu deinen Fragen:
    Die meisten eingeschlossenen Arbeiten stammen aus UK und den USA, es waren aber auch einzelne Studien aus Israel, Deutschland, Spanien, Iran dabei. Aber der Großteil wirklich aus der “westlichen Welt”.

    Ich habe auch schon einen 10-tägigen Vipassana-Kurs gemacht. Die Meditationen da (Body Scan und Loving Kindness Meditiation am letzten Tag) kann man schon deutlich unterscheiden, das erste ist eine “focused attention meditation” (Ziel, Verbesserung der Aufmerksamkeit, Entwicklung von Gleichmut gegenüber körperlicher Symptome) das zweite eine “guided meditation”, die wirklich auch das Ziel hat das Selbstbild und die Beziehung zu anderen positiv zu beeinflussen und positive Emotionen zu fördern.

    Insbesondere dass die Konzentrationsfähigkeit durch Meditationen wie den Body-Scan verbessert wird ist schon gut belegt, aber melde Doch doch mal bei mir per Email, dann kann ich Dir Literatur dazu schicken. (johannes.graser@uni-wh.de)

    Liebe Grüße zurück aus Witten,

    Johannes

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